HÖFINGER EIS

Unsere Geschichte

Geschichten, sagt man, müssen erzählt werden. Sonst
verschwinden sie. Meine Geschichte beginnt vor knapp hundert
Jahren. Und das, obwohl ich erst Anfang 30 bin. 1923 kam mein
Uropa von einer Europareise zurück. Mit im Gepäck das beste
Mitbringsel der Welt: ein Rezept für Eiscreme. Unsere Firma
Höfinger Eis führe ich nun in vierter Generation.

Wie man ohne Maschinen Eis macht

1923

Mein bereister Uropa Leopold war Konditor, das süße Geschäft war ihm also nicht fremd. Aber Eismachen, das war eine ganz andere Geschichte. Früher war die Produktion eine komplizierte Angelegenheit, Kältemaschinen gab es ja nicht. Deswegen packte mein Uropa Pickel und Kübel ein, ging im Winter zu den zugefrorenen Weihern, hackte das Eis und verstaute dieses im isolierten Keller. Verständlich, dass Eis damals als kleine Sensation galt, oder? Unser erster Eisstand in der Salzburger Altstadt im den 1930er-Jahren war der kleine Luxus für alle, ein Glücksmoment zum Mitnehmen.

Damals waren die gängigen Sorten übrigens andere als heute: Marille, zum Beispiel, gab’s immer. Irgendwie logisch, Marillen waren in der Gegend einfach zu beschaffen. Auch heute zählen wir auf Regionalität.

1960

Uropa Leopold hat seine Arbeit so sehr geliebt, dass aus seiner Eis- Idee nicht nur ein wunderschönes Handwerk blieb, sondern auch zum Familienunternehmen wurde.

Mein Opa Kurt war von Anfang mit von der Partie und erzählt gern davon. „ 50 Groschen”, erinnert er sich, kostete eine Kugel damals. Die wurde mit einem ganz normalen Suppenlöffel geformt. Portionierer gab’s noch nicht. Tja, so ändern sich die Zeiten.

1990

1990 war ein aufregendes Jahr. Die Diddl-Maus wurde erfunden und
Take That gegründet. Aber auch aus Salzburg gab es News. Mein
Papa Thomas übernahm die Führung unseres Eis-Betriebs.

Ich war damals ein Jahr alt und hatte keine Ahnung von meinem Glück, ins Eisgeschäft hineingeboren zu sein. Mein Vater war immer schon ein Tüftler, der nicht nur geniale Sorten erdachte, sondern auch die Umstellung unseres gesamten Sortiments auf bio durchsetzte.

2001

Eis spielte immer eine große Rolle in meinem Leben. Im Hof haben wir als Kinder gewartet, bis unser Opa nach einem langen Arbeitstag mit den Eisresten nach Hause kam. Nicht viel später habe ich begonnen, mitzuhelfen und Eis zu verkaufen.

Ich weiß noch genau: Mit 12 Jahren habe ich beim Maibaumaufstellen an Gleichaltrige Eis verkauft. Und mich an den Verkaufsstandeln alleine behaupten müssen. Ich gebe zu: Manchmal hat mich das überfordert, vor allem als junges Mädchen. Jetzt blicke ich zurück und bin mir sicher: Für mich hätte es keinen besseren Job gegeben.

2017

Unser Unternehmen ist gewachsen und mit ihm bin auch ich groß
geworden. 2017 wurde es schließlich ernst und ich übernahm
Höfinger Eis in der vierten Generation.

Natürlich war ich nervös, wer wäre das nicht? Aber ich war ja immer mit von der Partie, habe angepackt und wusste, was auf mich zukam. Insgesamt war und ist es eine spannende Zeit. Mit meinem Mann Fernando habe ich professionelle Unterstützung im Unternehmen und seit 2018 sind wir auch beruflich ein super Team. Unsere schönste Neuheit hat übrigens vier Räder und heißt Eistruck. Mit dem mobilen Verkaufsstand sind wir ab 2021 endlich wieder on the road und können das tun, was um am meisten am Herzen liegt: Salzburger*innen in der ganzen Stadt mit der besten Nascherei der Welt versorgen.

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